Provence und Picasso: Reise zu den Werken Picassos (1)

Auf einer Kunstreise besonderer Art können Provence-Verehrer der Frage nachgehen, welchen Einfluss der Landstrich auf Pablo Picassos Werk ausübte. Wenn man bedenkt, dass der Künstler stets leugnete, dieses oder jenes seiner Gemälde, diese oder jene Zeichnung könne etwas mit dieser oder jener Örtlichkeit zu tun haben, wird die Reise erst richtig spannend.

Provence-Folge-Beiträge:

 

Picassos Schloss in der Provence: Vauvenargues

Picasso-Schloss Vauvenargues mit Montagne Sainte Victoire im Hintergrund. In der Kapelle sind Pablo Picasso und seine Frau Jaqueline begraben.

Picasso: „Ich suche nicht, ich finde.“

Denn obwohl Picasso behauptete, seine Bilder nach der Fantasie zu malen, hatte er beinahe immer einen bestimmten Ort im Sinn. Er nahm sich jedoch alle Freiheiten, die Realität mit eigenen Augen zu sehen und zu interpretieren.

Picassos berühmte Worte „Ich suche nicht, ich finde.“ sind in dem Sinne zu verstehen, dass er lediglich kein Verlangen verspürte, seine Motive oder Impressionen in dem überreichen Angebot der Natur aufzuspüren.

Des Künstlers Häuser

Provence-Haus: Terrasse mit hellblauen Gartenstühlen und runden taubenblauen Tisch mit Blumentöpfen

Mediterrane Idylle pur! Terrasse in einem Haus in der Provence

Ortsbezeichnungen, die uns zu seinen Lebensstätten führen, wie „Die Bucht von Cannes“, „Nachtfischer in Antibes“, „Villa in Vallauris“, „L’atelier de la Californie“ oder „Landschaft bei Mougins“ finden sich äußerst selten in seinem Werk.

Diese wenigen Bilder benennen jedoch chronologisch seine Aufenthaltsorte in der Provence. Des Künstlers Haus, die Villa „La Galloise“ in Vallauris bei Antibes, liegt auf einem Hang oberhalb der Stadt.

Stiere in Terrakotta

Vallauris war schon in der Antike ein Zentrum der Töpferkunst. Bereits in der Antike versorgen hölzerne Galeeren, die von Golf-Juan – dem Vallauris nächst gelegenen Hafen – ausliefen, das gesamte Mittelmeerbecken mit Kochgeschirr.

Von dem Terrakotta, das früher in den meisten Küchen Südfrankreichs auf den Tisch kam, fühlte sich Picasso zu seiner Keramik-Kunst angeregt. Er formte Teller mit Zeichnungen von Fischen, Aalen, Seeigeln, Tauben, Eulen, Stieren und antiken Figuren.

 

Fortsetzung:

Die nächste Folge über Pablo Picasso und die Provence macht Sie mit lokaltypischen Gegenständen vertraut, von denen sich der Künstler inspirieren ließ.

 

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Als Buchautorin und Journalistin arbeitet Gabriele Walter mit dem Künstler und Grafiker Kurt Ries zusammen. In ihrem Reise- und Relaxblog helfen sie den Lesern, im Sinne der Selbstfürsorge und Prävention Stressverhalten zu korrigieren und sich Energie, Lebensfreude und mentale Kraft zuzuführen. Dabei fördern sie auch Kunst und Muse.