Sommer, Sonne, Urlaub... Freiheit!

Es ist Sommer und was liegt näher als ans Meer zu fahren, weshalb wir im Reise- und Relaxblog ein wenig bei dem Thema Möwe verweilen möchten. Beim Anblick einer Möwe und dem Wort „Freiheit“ wird man unweigerlich an das Kultbuch von Richard Bach „Die Möwe Jonathan“ erinnert. Urlaub und Reisen bedeuten auch Freiheit, aber was ist eigentlich Freiheit? Anhand von Zitaten befragen wir in einem fiktiven „Interview“ berühmte Persönlichkeiten. Aus aktuellem Anlass möchten wir auch zu Ehren des großen deutschen Staatsmanns Helmut Kohl den bereits vor zwei Jahren veröffentlichten Beitrag wiederholen und ergänzen.

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Als mich vor ein paar Jahren eine Radio-Journalistin in der Bonner City ansprach und fragte, welche Gedanken ich mit Helmut Kohl spontan verbinde, antwortete ich ihr nach kurzem Überlegen mit einem einzigen Wort: „Freiheit!“

Freiheit und Kunst

Möwe Jonathan und die Freiheit

Möwe Jonathan und die Freiheit – Fischkutter am „Alten Strom“ in Warnemünde

Was ist Freiheit? Eine Frage, die sich vielleicht ebenso schwer wie das berühmte Philosophieren über „Was ist Kunst?“ beantworten lässt. Wir haben in verschiedenen Zitatsammlungen gestöbert und möchten zu diesem Thema gerne berühmte Staatsmänner, Philosophen und Freidenker zu Wort kommen lassen. Oskar Kokoschka meinte einst, dass Freiheit ein Kaugummibegriff sei. Dabei haben Freiheit und Kunst sehr viel miteinander zu tun!

Richard Bach hat in seinem Roman „Die Möwe Jonathan“ den Zusammenhang zwischen Kunst und Freiheit vortrefflich dargestellt. Jonathan sieht mit seinen flugakrobatischen Kunststücken im Sinn seines Daseins mehr als nur Duckmäusern, Norm und Mittelmaß, verstößt damit (angeblich!) gegen die „Würde und Traditionen der Möwensippe“ und wird von dieser ausgegrenzt. Jedoch hält er leidenschaftlich an seinen Zielen fest.

Benjamin Franklin war Staatsmann, Verleger und Schriftsteller zugleich. Als Förderer des Gemeinwesens meinte er weise, dass wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, am Ende beides verlieren wird. Václav Havel vergleicht die Freiheit dagegen mit dem Meer, dessen einzelne Wogen nicht viel ausrichten können, aber die „Kraft der Brandung“ unwiderstehlich ist, während für einen Schriftsteller wie George Orwell die Freiheit das Recht ist, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.

Von Freiheit und Natur

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Aufklärer und Vordenker europäischer Geistesgeschichte Jean-Jacques Rousseau weist darauf hin, dass zur Freiheit vor allem auch Mut gehört. Die edle Freiheit des Menschen liegt nämlich keinesfalls darin, zu tun und zu lassen, was man will. Genau genommen muss nämlich niemand tun, was er nicht will! Rousseaus berühmtes Werk „Zurück zur Natur“ löste die spätere Gegenbewegungen zur Industrialisierung aus. Gleichermaßen bedeutet für den irischen Pazifisten und Nobelpreisträger Bernhard Shaw Freiheit auch Verantwortlichkeit.

Als ein Hauptvertreter der politischen Lyrik in der Nachkriegszeit meinte Erich Fried gerade heraus: „Wer sagt: hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht.“. Tatsächlich gibt es sie im politischen Sinne betrachtet wohl leider nirgendwo auf der Welt. Insbesondere wenn man über Nelson Mandelas Worte nachdenkt, wonach frei zu sein nicht nur bedeutet, seine eigenen Fesseln zu lösen, sondern ein Leben zu führen, das auch die Freiheit anderer respektiert und fördert.

Als Nelson Mandela nach 27 Jahren Haft „durch die Tür in Richtung Freiheit ging“, wusste er, dass er „Verbitterung und Hass zurücklassen“ musste, um nicht ein Leben lang gefangen zu bleiben. Laut Abraham Lincoln verdient, wer anderen die Freiheit verweigert, sie nicht für sich selbst. Erfolgreich betrieb der Staatspräsident die Abschaffung der Sklaverei in den USA.

Bildung und Freiheit

Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.‘‘ "Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen." Johann Wolfgang von Goethe

„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“ Johann Wolfgang von Goethe

Auch Marie von Ebner-Eschenbach hält den Sklavenhaltern einen Spiegel vor. Sie spricht von „glücklichen Sklaven“, die die erbittersten Feinde der Freiheit sind. Mit elf Jahren durfte sie die Bücher ihrer verstorbenen Großmutter in einer Schlossbibliothek einordnen, wobei sie frei lesen und ihren Freigeist entwickeln konnte.

Daran lässt sich zudem ausmessen, wie wichtig Bildung ist: Unabhängig vom Autoritätsglauben avancierte die Österreicherin mit ihren psychologischen Erzählungen zu den bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts! Ebenso wie bei Kunst und Freiheit besteht ein enger Zusammenhang zwischen Bildung und Freiheit, wobei wiederum die „Staatskunst“ eine wichtige Rolle spielt. Wer nämlich mehr Geld für Bildung als für unpopuläre Dinge ausgibt, erspart sich wahrscheinlich so manche Erklärungen…

Dabei könnten wir Deutschen uns doch einfach an Johann Wolfgang von Goethe orientieren. Schließlich hatte er Rechtswissenschaft studiert und war in Weimar als Minister tätig. Für Goethe besteht das unschätzbare Glück der Freiheit nicht darin, alles zu tun, was man tun mag und wozu der Augenblick gerade einmal einlädt. Vielmehr sollte man „ohne Hindernis und Rückhalt auf dem geraden Wege tun, was man für recht und schicklich hält.“

Also was ist denn nun Freiheit?

Das folgende Bibelzitat bringt es nur unter philosophischer Bedingtheit auf den Punkt:

„Die Wahrheit wird euch frei machen.“

Möwe im Flug - strahlend blauer Himmel

Vogelfrei hat nichts mit Freiheit zu tun!

Ebenso vertrat Theodor Gottlieb von Hippel als Staatsmann, Schriftsteller und Sozialkritiker die Ideen der Aufklärung. Er setzte sich sogar für die Frauenrechte ein!!! Laut Hippel beantwortet ein Weiser die Frage „Was ist Freiheit?“ wie folgt:

„Ein gutes Gewissen“.

Der gebürtige Ostpreuße war ein Freund von Immanuel Kant, für den Freiheit das Vermögen darstellt, alle willkürlichen Handlungen den Bewegungsgründen der Vernunft unterzuordnen. Vor allem auch deshalb ist Freiheit neben Liebe, Friede und Gesundheit unser höchstes Gut!

In diesem Sinne wünschen wir erneut einen entspannten Sommer! Und übrigens dienen die Sonne und Freiheit erheblich der seelischen Entspannung bzw. der Gesundheit.

 

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Als Buchautorin und Journalistin arbeitet Gabriele Walter mit dem Künstler und Grafiker Kurt Ries zusammen. In ihrem Reise- und Relaxblog helfen sie den Lesern, im Sinne der Selbstfürsorge und Prävention Stressverhalten zu korrigieren und sich Energie, Lebensfreude und mentale Kraft zuzuführen. Dabei fördern sie auch Kunst und Muse. INFOS oberste Menüleiste: Referenzen, Über uns, Blog-Überblick, GRATIS-GRUSSKARTEN + ANLEITUNGEN ZUM RELAXEN, KUNSTEVENTS

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