Norwegen: Edward Griegs und Ole Bulls Häuser (1)

Im alten Hansewohnviertel von Bergen kann man sich Anregungen für die Gestaltung von Reihenhausfassaden aus Holz verschaffen. Ihre Giebelfront zählt zu den meistfotografierten Motiven in Norwegen. Die Fassaden sind farbenfroh – rot, weiß, gelb und lila – gestrichen. Bryggen ist das ehemalige Viertel der deutschen Kaufleute. Und auch in der Umgebung von Bergen stehen schöne Holzvillen.

Norwegen-Folge-Beiträge: Das Weiß der Kapitäne

Märchenvilla eines Geigers

Rustikales Wohnzimmer

Nicht nur Künstlerhäuser haben in Norwegen ihren besonderen  Reiz!

Das erste Haus, das in Skandinavien im Winkingerstil entstand und einen Drachen hoch auf dem Dachfirst postiert hatte, war das Landhaus des Geigers Ole Bull auf der Insel Lysøn bei Bergen. Im sog. Häuptlingssaal, dessen Atmosphäre an die alten Hallen örtlicher Wikingerhäuptlinge erinnert, gab Bull Hauskonzerte.

Die Lysøen-Insel ist ein Ort unvergleichlicher Idylle. Als Vorbild für den Turm des Hauses diente die Basilius-Kathedrale in Moskau. Neben dem Zwiebelturm bezaubert diese Märchenvilla auch mit ihren filigran verzierten maurischen Bögen.

So mancher musikbegeisterter Bauherr bevorzugt allein aus akustischen Gründen ein Holzhaus. Komponisten wie Edward Grieg und Peter Tschaikowskij arbeiteten gern in Holzhäusern, zumal Holzbauten eine besondere künstlerische Ausstrahlung besitzen. 

Edward Grieg auf dem Trollhügel

Norwegisches Holzhaus - verzierte Eingangstür

Viele Häuser sind in Norwegen schön wie Künstlerhäuser!

In Bergen gerät man auch über die verwegene Kunst ins Staunen, die Häuser unbedingt an den Hang zu bauen. Diese Holzhäuser an den Hängen der Stadt bilden eine farbenfrohe Kulisse aus Blau, Weiß und Beige. In der Nähe seiner Geburtsstadt Bergen ließ sich 1885 der Komponist Edward Grieg nieder.

Das herrliche Fleckchen Erde auf dem Trollhügel mit Blick auf den See hatte er selbst entdeckt. Grieg brachte seine Vorstellungen von dem Anwesen selbst zu Papier und auch in der Komposition „Hochzeitstag auf Troldhaugen“ zum Ausdruck.

Felsenküste am Skaggerak - Norwegen

Schäreninseln an der Südküste Norwegens

Der zweiundvierzigjährige Grieg verfolgte den Bau seines Hauses mit großem Interesse. Jeder Fortschritt erfüllte ihn mit fast kindlicher Freude. Die Möblierung mit ihrem viktorianischen Charme ist im Original erhalten. In der cremefarbenen, zweistöckigen Villa mit hohem Terrassenturm und verglaster Veranda verbrachten Edward Grieg und seine Frau Nina den Frühling und den Sommer.

Besonders schön ist die Eingangstür, die ein Oberlicht mit Jugendstil-Glasmalerei hat. In seinem Komponistenstübchen – ein kleines Gartenhaus unten am See – schrieb Grieg viele seiner lyrischen Stücke. Überhaupt schuf Grieg viele Kompositionen in irgendwelchen Holzhütten. In ihnen fühlte er sich den inspirierenden Kräften der Natur am nächsten.

Stavanger an der weißen Südküste

Stadt an der Südküste in Norwegen

Durch das durchgehende Holzflair gleichen die Städtchen am Skagerrak Puppenstuben

Die Reise durch Norwegen setzen wir nun in Richtung Süden fort. Nirgendwo sonst in Skandinavien finden sich so viele Holzhäuser wie in Stavanger. Trotz des Ölbooms ist Stavanger keine kalte Industriestadt. Es hat sein kleinstädtisches Aussehen mit idyllischen Gassen und Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert bewahrt.

Weißes Holzhaus an der Südküste Norwegens

Typisches Holzhaus an der Südküste Norwegens

Besonders in der Altstadt werkelten und pinselten die Nachfahren der Wikinger mit Leidenschaft. Trotz Regen, Frost und Wind erstrahlen die Häuser in ihrem adretten Anstrich, vorzugsweise in Weiß, aber auch Rot – wie zum Beispiel die alten Handelshäuser an der Hafenzeile. Zudem zeigt die Altstadt von Stavanger, wie man Reihenhäuser ansprechend und romantisch bauen kann.

Vorschau: Nun sind wir bereits an der weißen Küste der Kapitäne angekommen und werden uns im nächsten Beitrag dem malerischen Weiß der Holzhäuser hingeben.

 

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