Sporadeninsel Skopelos: Im Zauber verwunschener Gassen (4)

Wir verlassen das Schiff in Skopelos-Stadt – ein anmutiger Irrgarten aus gepflasterten Gässchen und Treppchen. Die schiefergedeckten Häuser sind ineinander verschachtelt, geradezu theatralisch bauen sie sich zur Hafenkulisse auf. Auf dem Weg nach Skopelos-Hafen legt die Fähre einen Zwischenstopp in Lutraki ein, das am westlichen Zipfel der Insel liegt. Oben am Berg das steile Dorf Glossa.

Sporaden-Folge-Beiträge: Rhapsodie in Blau

Ein schneeweißes Quartett

Insel Skopelos: weiße Kirche am Hafen im Hauptort der Insel

Blick auf Skopelos-Stadt mit Hafenbucht

Zwischen dem Kalkweiß und den buntgestrichenen Fensterläden und Türen des Hafen- und Hauptstädtchens Skopelos luken die niedlichen Kuppeln der Gotteshäuschen hervor, von denen es auf der Insel so viele geben soll, wie das Jahr Tage hat. Wer in den lauen Sommernächten an Schlaflosigkeit leidet, kann hier Kirchen statt Schafe zählen.

Man geht u.a. davon aus, daß Seemannsfamilien sie als Privatkapellen erbauten, um für die heile Rückkehr ihrer Männer zu beten. In der Chora allein sind es angeblich 120 Kirchen, die leider nur selten geöffnet sind.

Sporadeninsel Skopelos: verschachtelte Häuser in der Inselhauptstadt Skopelos

Hauptstädtchen der Insel Skopelos

Eine Ausnahme bildet die Panagia-Kirche. Auf den Kalksteinklippen der Hafenflanke bildet sie zusammen mit drei anderen byzantinischen Gotteshäuschen ein schneeweißes Quartett. Gegen abend sitzt dort oben – kontrastvoll vor den Gemäuern – der Pope in seiner schwarzen Kutte und schaut andächtig auf das Meer hinaus. Dann sollte man die hunderte von Stufen zum Kircheneingang ersteigen, um in ihrer mystischen Pracht der Wirklichkeit zu entrücken.

Kirchen statt Schafe zählen

Treppen und Katzen In den Gassen von Skopelos - nördliche Sporaden

In den Gassen von Skopelos – nördliche Sporaden

Noch ein paar Treppchen weiter hinauf geschnieft, thronen die Mauerreste des venezianischen Kastro, das einen einmaligen Blick über die Dächer der Stadt und den Hafen bietet. Von hier aus kann man sich dann wieder in das Gassengewirr verlieren, stundenlang herumschlendern, nach jeder Ecke ein entzücktes Staunen aushauchen und all jene malerischen Stadtmotive samt dem urtümlichen Duft der hausgerösteten Paprikaschoten genießen

Das Städtchen Skopelos ist ruhiger, verträumter als die Hauptstadt von Skiathos, in den noch steileren Gassen dröhnt weniger Mopedlärm. Es gibt nicht ganz so viele Boutiquen und Restaurants. Hier konzentriert sich fast alles auf die schattige Platanenzeile am Hafen.

Blick von einem Restaurant in Skopelos - nördliche Sporaden

Taverne in Skopelos – nördliche Sporaden

Ein guter Tipp könnte vielleicht ein Reisebüro oder eine Taverne unweit der Fähranlegestelle sein. Freundlich und tolerant pflegt man hier das gastfreundliche Image des Landes und ist jedem Ankömmling bei der Zimmersuche gern behilflich. Und sollten Sie ein paar Utensilien auf der Nachbarinsel vergessen haben, man lässt sie innerhalb von wenigen Stunden per „Flying Dolphin“ nachbringen.

Die bezaubernde Insel

Olivenhain auf der Sporadeninsel Skopelos

Olivenhain auf der Insel Skopelos

Am westlichen Zipfel der Insel liegt oben am Berg das steile Dorf Glossa mit seinen engen Gassen. Und ganz in der Nähe – sagenhaft romantisch – der Ort Klima, wo die Sonnenuntergänge einfach phantastisch sind. Von Glossa aus bietet sich eine leichte Wanderung nach „Ag. Ioannis“ an – eine Kapelle, die auf einem riesigen Felsen schier winzig im Meer steht:

Kurz hinter Stafilos zweigt ein Waldweg von der Hauptstraße ab. Ganz unten am Meer wartet eine Robinson-Idylle mit einer märchenhaften Felsenszenerie. Ihr zerklüftetes Kalkweiß und das glasklare Blau der See versprechen sogar Tauch- und Schnorchelfreunden nicht zu viel. Eine Naturbrücke verbindet die schwindelerregenden 300 Stufen hinauf zur Kapelle mit der Mutterinsel. Fischer sollen an diesem Ort die Ikone des Hl. Johannes aus den Wogen geborgen haben.

Am anderen Ende der Insel Skopelos: Kapelle Agios Ioannis auf einem Felsen im Meer

Kapelle Agios Ioannis auf einem Felsen im Meer

Unterwegs duften die Kastanienblüten und rätselhafte folkloristische Puppen lenken die Blicke auf sich; offensichtlich Vogelscheuchen, deren Gewänder von einem Einheimischen regelmäßig gewechselt werden. Ob sie auch die „diebischen Elstern“, die den saftstrotzenden Süßkirschen am Wegesrand nicht widerstehen können, abschrecken sollen? Jedenfalls erscheinen sie sonderbar, ebenso wie die giftigen Schlangen, die schnell mal über den Weg zischeln, aber hierzulande zu den Glücksbringern zählen.

 

Vorschau: Umgeben von einer „Rhapsodie in Blau“ spüren wir im nächsten Blogbeitrag kontemplativ in die Landschaft der Insel Skopelos hinein und besuchen die alten Klöster oberhalb der Inselhauptstadt.

 

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